Mittwoch, 9. September 2015

Way to Sardinia / Sardinien

2.9.2015 – Isola di Filicudi
Aufgrund absoluter Flaute beschlossen wir noch auf der letzten der Liparischen Inseln einen Stopp einzulegen: „Isola di Filicudi“. Hier machen wir nochmal alles klar und Armin geht tauchen um die Steigung der Propeller anzupassen. Was er entdeckt ist, dass die Ringopferanode locker ist und unbedingt befestigt werden muss. Wieder mal Glück gehabt. Propeller runter, Anode runter – alles fetten und wieder fest montieren. Wie gut, dass wir Tauschflaschen an Bord haben. Nach 2 Stunden Arbeit meinte Armin, dass er bestimmt kein Berufstaucher wird.

9/2/2015 – Isola di Filicudi
Absolutely no wind. So what to do? Short decision – we will stay another night on „Isola di Filicudi“, the last Ireland from Lipari. Armin checked the propeller and saw, that we will loose the sacrificial anode of the propeller. So he has to uninstall the complete propeller unit to fix the anode – and put it back. Good to have diving equipment on board! After 2 hours work, Armin's comment: I will never become a professional driver.


3.9.2015 - Den Weg nach Sardinien haben wir uns wirklich sehr hart erkämpft. Am nächsten Morgen motoren wir nun los. Absolut kein Windhauch. Ich kalkuliere schon, ob uns der Sprit bis Sardinien reichen wird. Wir motoren in eine stockdunkle Nacht und passieren gegen Mitternacht Ustica. Gegen 4.30 Uhr bekommen wir etwas Wind und wieder mal eine Welle, die absolut nicht zur Windrichtung passt, zusätzlich eine lange Dünung von vorne. Vorboten für schlechtesWetter und Wind. Das ist ein Bolzen und Gehaue am Boot, echt schlimm. Können bis 14 Uhr Segeln, was wirklich schön ist. Danach wieder Motor an und es geht in eine chaotische Nacht. Sehen in der Ferne Blitze am Himmel. Am Radar ist allerdings noch nichts zu erkennen. Dann wie aus dem Nichts steht direkt vor uns eine Gewitterfront, die sich innerhalb von 30 Minuten ziemlich expandiert. Wir ändern sofort den Kurs und können mit Glück dieser Front ausweichen. Die nächste steht nun rechts von uns. Auch dieser weichen wir erfolgreich aus. Was für eine Aufregung um 2 Uhr in der Nacht. Zusätzlich sieht in der Nacht alles viel extremer aus als bei Tag. Danach frischt der Wind auf glatte 6 Bft. mit Böen 7 Bft. auf. Wir haben undefinierbare Wellen von allen Seiten und eben diesen Wind. Gegen 5 Uhr morgens dreht der Wind und kommt jetzt direkt von vorne. Die Stärke bleibt aber. Nun heißt es kreuzen und bei gerefften Segeln laufen wir kaum Höhe und Geschwindigkeit.

9/3/2015 - We fought hard to arrive at Sardinia. :-) Next morning we started the engine. It was not possible to set the sail – again absolutely NO wind. I already calculated the Diesel in our tanks – do we have enough to come to Sardinia? :-) At around midnight we passed „Ustica“ and at 4.30 AM the wind started and we have had the same situation as most of the time – crossing sea. Why is the Mediterranean sea so awful? We were able to sail until 2 PM. Wonderful sailing day! After that we had to start the engine again and drove into a chaotic night. We saw lightening in the far but nothing on the radar. Suddenly we were faced with a thunderstorm directly in front of us! We changed our course and hopefully we escaped. But the next one was now on our right side. We changed the course again and could escape again – this was no fun! After that excitement we got 6 to 7 Bft. wind and absolutely chaotic waves. Around 5 AM the wind changed the direction and now we got it on our „nose“. This is horrible sailing – you have to do close-hauled beat.


5.9.2015 - Wir realisierten ziemlich schnell, dass wir Cagliari heute nicht erreichen können mit diesem Gegenwind. So entschieden wir uns nun am „Cap di Carbonara“ zu bleiben und vor der Küste zu ankern (sehr offene Bucht). Denn als wir in den Hafen einlaufen wollten, geht plötzlich der bisher noch funktionierende Motor auch nicht mehr. Beim Starten bemerken wir, dass die Kühlung nicht mehr arbeitet. Und ohne Motor(en) können wir nicht in einen Hafen einlaufen. Deshalb müssen wir kurz entschlossen zwangsweise den Anker werfen. Zum Glück ist der Ankergrund nicht allzu tief – auf den Liparischen Inseln hätte uns das nicht passieren dürfen – und wir liegen relativ ruhig vor einer schönen Küste. Armin checkt die Motoren:
Beim Bb Motor – beim nagelneuen Impeller (Wasserpumpe für den sekundären Kühlkreislauf) sind 4 von 6 Flügel abgebrochen!!! Wie kann so etwas passieren – wir sind sprachlos.
Beim Stb Motor hat sich eine Schraube gelockert, welche die Lichtmaschine hält. Wie das passieren kann? - Auch hier sind wir sprachlos. Dumm ist nur, dass die Mutter unauffindbar ist und es sich leider um kein metrisches Gewinde handelt und somit kein Ersatz an Bord ist. Warum verbaut Volvo nur so einen Schr***? Lösung? Hoffentlich finden wir in Cagliari Ersatz.

9/5/2015 – Today we will not manage to arrive at Cagliari – this head wind is too strong. We anchor on a very open lagoon on „Cap di Carbonara“. The reason was, that the Bb engine is not working. Without the engine we are not able to do a maneuver in the harbor. So we were forced to find a place to let go the anchor. Fortunately the depth of water is not too high so we found the right place for the repair. Armin checking the engines and found out that the impeller (water pump for the cooling system) of port engine was broken. This part was nearly new. Armin installed a new impeller 3 weeks ago. How could this happen?
And the starboard engine: We lost a screw from the bracket of the generator! Unfortunately this in metric part so no spare on board. We hope that we will find a spare in Cagliari.


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